Persönlichkeiten aus Kultur, Politik, Wissenschaft & Kirche über ihre Gründe für das Deserteursdenkmal [bitte aufs Bild klicken]

Es ist soweit. Auf Seite 52 des rot-grünen Regierungsübereinkommens» findet sich im Abschnitt »Verantwortungsvoller Umgang mit der Vergangenheit« unter anderem folgende Maßnahme angekündigt: »Errichtung eines Mahnmals für Deserteure«. Das Personen- komitee »Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz« betrachtet es als seine Aufgabe, diese politische Absichtserklärung mit Leben zu erfüllen, auf deren rasche Umsetzung zu drängen und den Prozess mit inhaltlicher Expertise und konzeptuellen Vorschlägen zu begleiten und zu fördern.









DREI ASPEKTE
SIND FÜR UNS ZENTRAL:

I.  Erstens soll das Deserteursdenkmal
ein Ort des mahnenden Erinnerns sein.

Hier gedenken wir jener mutiger Frauen und Männer, die sich der Verfolgung durch die Wehrmachtsjustiz widersetzten und dafür vielfach mit dem Tod bezahlten.

II. Zweitens soll das Deserteursdenkmal neben dieser emotionalen Dimension historische Informationen zur Verfolgung in Wien bereit stellen. 

III. Drittens soll das Deserteursdenkmal ein Ort der Begegnung und des Dialogs sein.


Ein Ort, der zum Verweilen einlädt, ein Ort der Intervention in den öffentlichen Raum. Ein solcher Platz muss zentral gelegen sein und Bezüge zu den historischen Orten der Verfolgung in den Wiener Bezirken bieten. Wien war neben Berlin, Hamburg oder Torgau eines der Zentren der Verfolgung durch die Wehrmachtsjustiz.